Der E-Commerce Markt in Russland

In Russland laufen die Dinge immer noch anders als in Europa, auch wenn ein grosser Teil von Russland in Europa liegt, jedenfalls der Teil bis zum Ural. Man sagt, dass sich Russland in seiner Geschichte immer wieder einmal auf den Westen orientiert, dann wieder auf sich besinnt oder den Westen auch wieder ablehnt. In welcher Periode die Russische Geschichte jetzt ist, ist schwer zu sagen. Was sich auch unterscheidet zum Westen, ist zum Beispiel die Art, wie die Menschen einkaufen und auch der E-Commerce. Im letzten Beitrag zum Thema Digitalisierung in Russland wurden digitale Projekte in Russland vorgestellt. Hier geht es nun um den E-Commerce Markt in Russland.

Die Internetnutzung in Russland nahm in den letzten Jahren rasant zu. Im Jahr 2000 betrug der Anteil der Internetnutzer an der Bevölkerung nur 1.98%. Im Jahr 2006 waren es bereits 18.02% und im Jahr 2014 sollen es bereits 70.52% gewesen sein. (ITU 2016) Auch das Internet in Russland hat einen eigenen Namen bekommen: das Runet. Man sieht, der Internetmarkt in Russland ist sehr gross und somit „der grösste Internetmarkt in Europa“. (Hosp 2012) Dennoch sind es immer noch erst 20% der Bevölkerung in Russland, die online einkaufen. (Lunden 2012) Es ist offensichtlich: Der E-Commerce Markt in Russland hat ein sehr grosses Potential und könnte zum grössten in Europa werden.

Wie E-Commerce in Russland aussehen könnte, zeigt das Beispiel von Ulmart, Russlands führendem Online Händler. Dabei geht es darum, dass es grosse Abwicklungszentren in den Stadtzentren, direkt ausserhalb von Stadtzentren und in Vororten gibt. Diese verfügen über kleine Einkaufsbereiche, in denen die russischen Kunden das gewünschte Produkt mittels Online-Terminals durchsuchen und online erwerben können. Dmitry Kostygin, Vorstandsvorsitzender von Ulmart erläutert, dass die beliebtesten Produkte dort gelagert werden, wo die Kunden sind und somit die Produkte schnell geliefert werden können (wallstreet-online.de 2014). Damit konnte Ulmart die Hürde meistern und die Logistik im russischen Riesenreich bezwingen. Z.B. Otto, Deutschlands führendes Versandunternehmen, bezeichnete die logistischen Hürden Russlands zeitweise als nahezu unüberwindbar. Auch Amazon und andere Unternehmen trafen die Ankündigung der Einstellung von Lieferungen nach Russland von FedEx und DHL (wallstreet-online.de 2014). Napoleon, der ja wie bekanntlich ungebeten kam, sagte einmal: Russland habe keine Strassen, sondern Himmelsrichtungen. Dass seine Aussage auch heute noch zutrifft, kann man auf Russlands Strassen leider auch jetzt noch sehen.

Das ist der letzte Beitrag zum Thema Digitalisierung in Russland. Sie haben etwas Allgemeines zur Digitalisierung in Russland erfahren, es wurden digitale Projekte in Russland vorgestellt. Mit diesem Beitrag beende ich nun diese Reihe von Informationen über die Digitalisierung in Russland. Ich hoffe, dass der Leser damit einen interessanten Einblick in die Digitalisierung dieses grossen und für viele in Europa noch unbekannten Landes bekommen hat.

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